
Wenn die Stadt Hilden ein neues Bauprojekt vorstellt, ist damit zu rechnen, dass sich in der Anwohnerschaft Unmut breit macht. So auch in diesem Fall. Am Donnerstagabend, 7. Mai 2026, präsentierte das Stadtplanungsamt bei einer Infoveranstaltung im Bürgerhaus den Bebauungsplan Nr. 165A, der den Block zwischen Teilen der Kirchhofstraße und Walder Straße betrifft.
Viele Nachbarn sind gekommen und haben sich direkt kritisch geäußert.
Was ist geplant?
Das Gebiet umfasst folgenden Hinterlandbereich: nördlich von der Walder Straße Nr. 10 bis zum Krankenhaus, östlich neben dem Holterhöfchen, südlich hinter der Feuerwache und westlich hinter den Adressen Kirchhofstraße 15-25.
Entstehen sollen hier:
- fünf zwei- bis dreigeschossige Mehrfamilienhäuser (teilweise mit Sattelgeschoss)
- vier Doppelhäuser
- drei Einzelhäuser
- damit insgesamt 70 bis 90 Wohneinheiten
- eine Planstraße von der Walder Straße aus für eine zusätzliche Erschließung der rückwärtigen Grundstücke der GFO Kiniken
- mehrere Stell- und Tiefgaragenplätze sowie Garagen und Carports
- eine Fläche für Regenwasserversickerung
Mehrere Gutachten haben ergeben,
- dass es keine artenschutzrechtlichen Bedenken gäbe,
- vorsorgende Maßnahmen wegen Schadstoffbelastungen bei Erdarbeiten empfohlen werden,
- eine zentrale Versickerungsanlage wegen geringer Durchlässigkeit des Bodens notwendig sei,
- Maßnahmen zum Lärmschutz in den Bebauungsplan aufgenommen werden müssten.
Den kompletten Plan, inklusive Beschlussvorlagen, Protokolle, Gutachten etc. sind auf der Internetseite der Stadt Hilden nachzulesen.
„Totale Verdichtung!“ – Kritik an neuem Bauprojekt
Bis zum 21. Mai 2026 können die Bürgerinnen und Bürger Stellungnahmen und Hinweise zum Planverfahren enreichen, entweder schriftlich per E-Mail an planung@hilden.de oder mündlich zur Niederschrift bei der Stadtverwaltung.
Bei der Infoveranstaltung haben einige Anlieger bereits Gebrauch diese Möglichkeit genutzt.
Viele machen sich Sorgen.
Kritisiert wurde beispielsweise, dass nun bestehende Parkplätze innerhalb des Blocks entfallen, bzw. dass noch mehr neue Anwohner nun dort ihre PKW abstellen wollen.
Ein Anwohner habe eine Ladestation für sein E-Auto vor seinem Haus. Kann die bestehen bleiben, wollte er wissen?
Eine andere Bewohnerin befürchtete eine „totale Verdichtung“ und „schlechtere Luft“.
Und überhaupt: Die geplanten Gebäude seien viel zu hoch, beklagten andere.
Diese und viele andere Anmerkungen wurden nun aufgenommen und sollen in die weiteren Planungen mit eingebunden werden, erklärte Martin Barnat, Leiter des Planungs- und Vermessungsamtes.
Das Projekt stehe ohnehin erst am Anfang eines langwierigen Verfahrens. Es werden noch weitere Schritte wie Offenlagen, Bürgerbeteiligungen, Satzungsbeschluss usw. folgen.
Die Versammlung hat ein erstes Stimmungsbild vermittelt. Und es sieht wohl danach aus, dass es noch reichlich Diskussionsstoff geben wird.
Bericht: KA
Fotos: anzeiger24.de / Grafik: Stadt Hilden
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