
Vom 16. bis 22. September 2026 läuft die diesjährige Europäische Mobilitätswoche. Auch der Kreis Mettmann beteiligt sich an den Aktionstagen über nachhaltige Fortbewegungsmittel. In Hilden wird es dazu ein spezielles Event geben: Bei der Rheinbahn werden derzeit schrittweise die Busse und die Straßenbahnen auf das digitale Ticketsystem CALO umgestellt. Die Nachricht hat viele Menschen verunsichert, die noch ihre Fahrscheine mit Bargeld bezahlen.
Am Freitag, 18. September 2026, wird der Vorführbus CALO der Rheinbahn in der Fußgängerzone der Itterstadt vorfahren. Von 14 bis 19 Uhr können Fahrgäste das neue Bezahlsystem direkt ausprobieren und Fragen stellen.
Was ist CALO?
Mit CALO sollen Fahrgäste sollen bequem ihren Fahrschein mit ihrer Bankkarte oder einer virtuellen Bankkarte auf dem Smartphone erwerben können. „Einfach kurz vor das Gerät halten – und das Ticket ist gekauft. CALO setzt auf eine leicht verständliche, schnelle und kontaktlose Bezahlweise“, erklärte uns eine Rheinbahn-Sprecherin vor einigen Monaten auf Nachfrage.
Wer all dies nicht hat oder nicht nutzen kann oder will, kann eine kostenlose, anonyme und aufladbare Guthabenkarte ohne Registrierung verwenden.
„Die Guthabenkarte Karte wird bei rund 130 Verkaufsstellen im gesamten Bediengebiet erhältlich sein und lässt sich dort auch mit Bargeld aufladen„, erläuterte die Sprecherin damals weiter. „Ein Besuch im Rheinbahn-Kundencenter ist dafür nicht notwendig. Pfand oder eine Mindestaufladung gibt es nicht. CALO ist extra so konzipiert, dass niemand eine App, ein Benutzerkonto oder ein Smartphone benötigt.“
Die Adressen für die Verkaufsstellen werden zeitig bekannt gegeben. Außerdem gibt es noch eine Übergangszeit, in der die Fahrgäste ihr Ticket weiterhin bei der Busfahrerin oder bei dem Busfahrer kaufen können.
Zuspruch und Kritik / Pro und Contra
Als die Pläne bekannt wurden, gab es Zuspruch, aber auch Kritik: Die einen freuen sich auf die einfache und digitale Bezahlweise für Bus und Bahn, ohne Kleingeld bereit halten zu müssen. Andere beklagen sich, dass die Bargeld-Zahlung beim Einstieg eben nicht mehr möglich ist. Vor allem Senioren ohne technische Ausstattung würden damit benachteiligt, befürchten einige Menschen.
Die Bedenken seien bei der Rheinbahn angekommen, ergänzt die Unternehmenssprecherin: „Wir nehmen die Sorgen ernst, die bezüglich der Bargeldzahlung geäußert wurden. Deshalb betonen wir noch einmal an dieser Stelle: Auch mit CALO schaffen wir die Bargeldzahlung nicht ab. CALO schafft keine Barriere, sondern einen modernen Zugang für Alle. Unser Ziel ist es, Mobilität so einfach wie möglich zu gestalten und niemanden auszuschließen.“
Kritiker werden jetzt wahrscheinlich weiterhin bemängeln, dass sich Betroffene extra zu einer Anlaufstelle begeben müssen, um ihr Konto zu füllen. Das wäre zum Beispiel für Gelegenheits-Fahrer eher umständlich.
Die Rheinbahn hebt dennoch die Vorteile von CALO hervor:
Das System spart Papier und Zeit. Denn es werden keine Tickets mehr ausgedruckt, was umweltfreundlicher ist.
Und wenn man nur noch seine Karte vor das Gerät halten muss, läuft der Einstieg reibungsloser: „Das alles stärkt die Pünktlichkeit und entlastet den Betriebsablauf. CALO sorgt damit für einen ruhigeren und effizienteren Einstieg an jeder Haltestelle“, heißt es abschließend. „Insgesamt führt CALO zu einem modernen, übersichtlichen und verlässlichen System. Ein Schritt hin zu einer Mobilität, die intuitiv funktioniert und den Alltag aller Menschen erleichtert, die mit uns unterwegs sind.“
Bericht: KA
Foto: Rheinbahn AG
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