Drei Hildener Kitas ausgezeichnet

Forschung und Naturschutz gehören zum pädagogischen Konzept

Gleich drei städtische Kitas sind mit unterschiedlichen Auszeichnungen geehrt worden:

„Die kleinen Strolche“ haben im April den 5. Platz der Evonik-Kinderuni belegt.

Die Kita „Rehkids“ ist offiziell ein Lernort „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Das Familienzentrum „Arche“ hat sich erneut als „Haus der kleinen Forscher“ zertifizieren lassen.

 

„Ein tolles Feedback für die pädagogische Arbeit der Einrichtungen“, freut sich Stefanie Walder, Teamleiterin im Amt für Jugend, Schule und Integration

Jugenddezernent und 1. Beigeordneter Sönke Eichner ergänzt: „Die Gruppenleitungen und ihre Teams haben einmal mehr gezeigt, dass sie hochmotiviert sind. Voraussetzung für diese Auszeichnungen war viel Herzblut und persönlicher Einsatz – beides keine Selbstverständlichkeit angesichts der zurückliegenden Corona-Jahre.“

 

Foto v.l.: Birgit Köhnen (Kita Rehkids), Sönke Eichner (Erster Beigeordneter und Jugenddezernent), Thorsten Cub (Kita Die kleinen Strolche), Claus Pommer (Bürgermeister), Petra Fischer (Familienzentrum Arche), Antje Pauls (Familienzentrum Arche).
Credit: Stadt Hilden

 

Wildnis-Pädagogik bei den „Rehkids“: Natur erleben, schätzen und schützen

Eine Einrichtung, die sich bereits seit vielen Jahren in den Schwerpunkten Umwelt, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung profiliert, ist die Kita Rehkids im Osten von Hilden. Ihre Leiterin Birgit Köhnen bildet sich aktuell zur Wildnis-Pädagogin weiter und freut sich über die Auszeichnung „Nachhaltige Kita – Mit Kinder aktiv für die Welt“ des Wissenschaftsladen in Bonn.

 

Für die Auszeichnung haben die pädagogischen Fachkräfte ein Jahr lang an Fort- und Weiterbildungen teilgenommen und konkrete Ziele entwickelt, die sie mit den Kindern umsetzen. Unter dem Motto „Natur erleben, schätzen und schützen“ haben sie beispielsweise Wald-Tage durchgeführt, Insekten mit der Lupe beobachtet, Nistkästen gebaut und aufgehängt.

 

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„Wir gehen regelmäßig in den Wald, pflanzen Bäume, sammeln Müll und basteln mit Wegwerfmaterialen“, berichtet die Wald-Pädagogin Bettina Hansen aus dem Alltag der Kita. „Uns allen ist es ein wichtiges Anliegen, den Kindern die Liebe zur Natur zu vermitteln – in der Hoffnung, dass aus ihnen Erwachsene werden, die ihre Umwelt und deren Ressourcen achten.“

 

„Kleine Strolche“: Kreativität und Forschergeist

Einen wissenschaftlichen Zugang zur Natur haben „Die kleinen Strolche“ gewählt. Im Rahmen der Evonik-Kinderuni haben 22 Kinder ihre Umwelt erforscht, beispielsweise wie aus Salzwasser Trinkwasser wird oder wie eine Vogeltränke funktioniert. Die täglichen Experimente zum Thema Wasser kamen jeden Morgen zusammen mit der Rheinischen Post.

Kitaleiter Thorsten Cub ist begeistert: „Ein super Format, um die Kreativität und den Forschergeist zu fördern, das wir auch als kleine Einrichtung gut im Alltag umsetzen können!“

 

Zum Abschluss der vier Monate haben die Kindergarten-Kinder eine Unterwasserwelt aus Pappe gebastelt. „Dabei war es uns wichtig, dass sie ihre Erfahrungen selbst dokumentieren und nicht wir Erwachsenen“, berichtet Erzieherin Jana Deckmann. Das hat auch die Jury überzeugt.

Für den 5. Platz unter über 100 Einsendungen gab es 450 Euro für die Einrichtung. Von dem Preisgeld sollen nun Bausteine für den Außenbereich gekauft werden.

 

„Arche“: Welt spielend und neugierig erkunden – wundern und staunen

Um MINT-Bildung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) im Alltag geht es auch bei der Auszeichnung „Haus der kleinen Forscher“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Diesen Titel trägt das Familienzentrum „Arche“ bereits seit 2008 und muss sich dafür alle zwei Jahre neu zertifizieren lassen. „Ob beim Buddeln im Sand, beim Händewaschen oder Balancieren: Kinder erkunden die Welt spielend, forschend und mit großer Neugier“, erklärt Leiterin Petra Fischer. „Eben dieses Wundern und Staunen angesichts der Welt wollen wir fördern!“

 

Dafür gibt es in jeder der acht Gruppen eine ausgebildete „Forscherin“. Sie nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil und bereitet zusammen mit ihren Kolleginnen passende Experimentier- und Erlebnisräume für die Kinder vor. „Ein Schwerpunkt im letzten Jahr war das Thema Insekten“, berichtet Petra Fischer. „Die Kinder haben Käfer gebastelt, Geschichten über Bienen und Schmetterlinge gehört und waren mit Lupen und Pinzetten im Außengelände unterwegs. ,.“

In der Arche gibt es zu diesem Zweck einen kleinen Forschungsraum sowie vier Kisten mit Materialien zum Experimentieren

 

Quelle: Stadt Hilden

 


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