
Sie ist eine der wichtigsten Einrichtungen der Stadt Hilden. Und dementsprechend muss sie auch für die Zukunft bestens ausgerüstet und ausgestattet sein. Die Feuerwache muss dringend saniert, bzw. erweitert werden. Zwar gab es bereits 2021 einen Plan, doch der musste 2023 vorerst gestoppt werden, weil er nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprach.
Später hatte das Büro Stark Architekten & Bohne aus Siegen den Auftrag für eine Neuplanung erhalten. Die ersten Ergebnisse werden nun am 12. März im Ausschuss für technische Infrastruktur und am 18. März 2026 im Hauptausschuss präsentiert.
Der Entwurf
Die Wache muss u.a. folgende Kriterien erfüllen:
- Wachstärke der hauptamtlichen Feuerwehr: 27 MA (zehn beim Brandschutz + vier Azubis sowie zehn beim Rettungsdienst + drei Azubis)
- Raum für Freiwillige Feuerwehr: 250 aktive Mitglieder, 40 Mitglieder Jugendfeuerwehr, bis zu 50 Ehrenmitglieder und ca. 20 Mitglieder Kinderfeuerwehr
- praktikabler Funktionsbau
- Einhalten von DIN Normen
- Einhalten von Arbeitsschutzvorgaben
- multifunktionale Lösungen für zukünftige Ansprüche (Erweiterungsfähigkeit)
- Langlebigkeit
- Sicherheit (KRITIS)
- eine „gewisse Wohnlichkeit“ im Aufenthaltsbereich, auch zur Personalgewinnung und -bindung
- 112 Stellplätze für Freiwillige Feuerwehr, davon ca. 30 Stück als Alarmstellplatz
- Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit
Die Vorlage stellt zunächst nur einen Entwurf vor.
Vorgeschlagen werden:
- Klinkerfassade
- Retentionsgründach, welches „Abflussspitzen deutlich reduziert, das Abwassersystem entsprechend entlastet“ und „aufgrund der Verdunstungskühle das Mikroklima verbessert“.
- Heiz- und Kühlsystem über Wärmepumpen und Eisspeicher
Die Kostenschätzung – Finanzierung über 50 Jahre
Auf Basis der Kostenschätzung und der ersten groben, überschlägigen und vorläufigen Zuordnung werden die geschätzten Herstellkosten (brutto) wie folgt zugeordnet:
- ca. 30% Berufsfeuerwehr – 21,6 Millionen Euro
- ca. 39% Freiwillige Feuerwehr – 28,1 Millionen Euro
- ca. 31% Rettungsdienst – 22,3 Millionen Euro
„Rückschlüsse auf künftige Gebührenkalkulationen für den Rettungsdienst sind nicht möglich“, heißt es weiter. „Diese können erst auf Basis der konkreten Ausführungsplanung und den Schlussrechnungen bzw. den Kostenanschlägen erfolgen.“
Noch nicht berücksichtigt sind dabei weitere Kosten für die Beschaffung des KiTa-Grundstücks, für die Ablösung des Neubaus von 2010 an die Wohnungsbaugesellschaft Hilden (WGH) sowie für Möblierung und sonstige Ausstattungen.
Zusammen mit weiteren Faktoren wie Baunebenkosten, Technischen Anlagen, Herrichtung und Erschließung etc. könnten sich die Kosten nach erster Schätzung auf ca. 76.527.125 Euro belaufen.
Hinzu kommt eine Parkpalette für rund 8 Millionen Euro.
Die Finanzierung soll über 50 Jahre hinweg „abbezahlt“ werden. Dafür wurden zwei Optionen entwickelt: Die Bauträgerschaft soll entweder die Stadt Hilden übernehmen, oder die WGH, dann mit Rückvermietung an die Stadt.
Möglicher Terminplan:
- Entwurfs- und Genehmigungsplanung in 2026
- Ausführungsplanung in 2027
- Ausschreibung und Vergabe in 2028
- Baubeginn in 2028
Die komplette Entwurfsplanung mit allen Details gibt es hier.
Ein Mammutprojekt für die nächsten Jahrzehnte also – für eine gute Rettungsversorgung in der Stadt.
Bericht: KA
Fotos: Archiv anzeiger24.de
Weitere Nachrichten aus Hilden gibt es unter www.anzeiger24.de/hilden/news/
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