Knapp zehn Jahre nach Beschluss: Kommen nun die Hinweisschilder für Geschäfte im Nebenzentrum?

Alte Stadtmarketing GmbH hat Konzept nicht umgesetzt – Citymanagement nimmt nun einen neuen Anlauf

„Lage, Lage, Lage“, so spricht der Immobilienexperte, wenn es um die Attraktivität eines Geschäftsstandortes geht. Hildener Ladenbetreiber kennen das nur zu gut: Auf der Mittelstraße strömt der Laufkundschafts-Verkehr, während die Frequenz in den Seitenstraßen und im Nebenzentrum Warrington-Platz/Kronengarten eher schwächer ist. Die SPD-Ratsfraktion wollte bereits 2017 etwas gegen diesen Standort-Nachteil unternehmen und beantragte, dass Hinweistafeln auf die Geschäfte in den Seitenstraßen aufgestellt werden sollen. Die damalige Stadtmarketing Hilden GmbH und die Stadtverwaltung hatten daraufhin ein Konzept erarbeitet, das 2018 im Stadtentwicklungsausschuss zustimmend zur Kenntnis genommen wurde. Doch seitdem ist nichts passiert. Und nach jahrelangem Stillstand unternimmt das Citymanagement – quasi die Nachfolgeorganisation der Stadtmarketing GmbH – nun einen neuen Anlauf.

 

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Vier Standorte prüfen – Benannte Geschäfte sollen sich an Kosten beteiligen

„Der damalige Beschluss umfasste den Auftrag an die Verwaltung, einen Gestattungsvertrag mit der Stadtmarketing Hilden GmbH abzuschließen“, heißt es in einer Abstimmungsvorlage für den Wirtschaftsförderungsausschuss am 4. März und den Ausschuss für technische Infrastruktur am 12. März 2026. „Letztlich ist das Konzept durch die Stadtmarketing Hilden GmbH nicht umgesetzt worden.“

Woran das liegt, darüber kann man nur spekulieren.

Citymanagerin Tanja de Vries hat nun das alte Konzept überarbeitet und einen Entwurf für ein Hinweisschild erstellt (s. Beispielfoto oben).

 

Vier Standorte werden vorgeschlagen:

  • Ecke Mittelstraße / Heiligenstraße: Hinweis auf Betriebe in der Heiligenstraße sowie am östlichen Warringtonplatz
  • Ecke Mittelstraße / Axlerhof: Hinweis auf Betriebe am Axlerhof sowie am Warrington-Platz
  • Ecke Mittelstraße / Schulstraße: Hinweis auf Betriebe in der Schulstraße und der Robert-Gies-Straße
  • Warrington-Platz: Hinweis auf Betriebe am östlichen Warrington-Platz

Die Standorte werden derzeit von der Wirtschaftsförderung, vom Baudezernates und von der Feuerwehr technisch geprüft, heißt es in der Abstimmungsvorlage weiter.

 

Die Kosten pro Hinweisschild, inklusive Aufstellung, werden mit rund 3.500 Euro netto kalkuliert. Jedoch sollen sich auch die dargestellten Betriebe und Geschäfte mit einem privatrechtlichen Entgelt von zunächst 250 Euro netto jährlich (297,50 Euro inkl. Umsatzsteuer) an den Ausgaben beteiligen. „Dieser Betrag orientiert sich in der Höhe in etwa an der Gebühr für Sondernutzungen im öffentlichen Raum (Ziffer 5, gewerbliche Hinweisschilder 288,96 Euro p.a.)“, erklärt die Verwaltung. „So wird der Grundsatz der Gleichbehandlung für ein in den Grundzügen ähnliches Modell gewahrt und zugleich berücksichtigt, dass die Hinweisbeschilderung einen wirtschaftsfördernden Effekt für die in den Nebenstraßen liegenden Betriebe haben soll.“

Sollten die Verträge konstant bleiben und nicht allzuviel Vandalismus zu beklagen sein, könnte sich das Vorhaben innerhalb von drei Jahren refinanzieren, so die Überlegung des Rathauses.

 

Wird also dieses Projekt nach knapp zehn Jahren tatsächlich umgesetzt? Das muss nun die Politik entscheiden.

 

Bericht: KA
Fotos: anzeiger24.de / Illustration: Stadt Hilden

 

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