
Steigende Mieten, höhere Lebenshaltungskosten und gesetzliche Reformen wirken sich auch in Hilden deutlich auf die sozialen Sicherungssysteme aus. Ein Bericht der Stadt zeigt, wie sich Sozialhilfe, Wohngeld und Unterhaltsvorschuss in den Jahren 2023 bis 2025 entwickelt haben. Besonders auffällig: Immer mehr Haushalte sind auf Wohngeld angewiesen. Aber auch die Gesamtausgaben für soziale Leistungen sind spürbar gestiegen.
Wohngeld wird für viele Haushalte wichtiger
Die größte Dynamik zeigt sich beim Wohngeld. Im Jahr 2025 erhielten 996 Haushalte Unterstützung. Insgesamt wurden 4,74 Millionen Euro ausgezahlt. Der überwiegende Teil entfiel auf Mietzuschüsse: 961 Haushalte bekamen Hilfe. Aber auch 35 Haushalte erhielten einen Zuschuss zu ihren Belastungen als Eigentümer.
Der deutliche Anstieg hängt vor allem mit der bundesweiten Wohngeldreform zusammen. Seit 2023 haben mehr Menschen Anspruch auf die Leistung. Gleichzeitig wurde auch der durchschnittliche Zuschuss spürbar erhöht.
Grundsicherung: Unterstützung im Alter oder bei Krankheit
Neben dem Wohngeld bleibt die Sozialhilfe eine wichtige Absicherung für Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht selbst decken können.
Im Durchschnitt erhielten 90 Menschen Unterstützung. Dafür wurden im Jahr 2025 rund 1,26 Millionen Euro ausgezahlt.
Der größte Bereich entfiel dabei auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Hier wurden 757 Menschen unterstützt – darunter 469 ältere Personen und 288 Menschen mit dauerhafter Erwerbsminderung. Insgesamt wurden dafür über 7,5 Millionen Euro aufgewendet.
Hilfe zur Pflege ergänzt die Pflegeversicherung
Ein kleiner, aber wichtiger Bereich ist auch die Hilfe zur Pflege außerhalb von Einrichtungen. Sie greift dann, wenn die gesetzliche Pflegeversicherung die tatsächlichen Kosten nicht vollständig abdeckt.
In Hilden erhielten im Jahr 2025 insgesamt 22 Menschen diese Unterstützung. Die Ausgaben lagen bei rund 435.000 Euro.
Unterhaltsvorschuss sichert Einkommen von Kindern
Auch beim Unterhaltsvorschuss, der einspringt, wenn ein getrennt lebender Elternteil keinen Kindesunterhalt zahlt, bleibt der Bedarf in Hilden stabil. Für 554 Kinder sprang die Stadt mit gut 2 Millionen Euro ein.
Sozialausgaben steigen deutlich
Insgesamt haben sich die Ausgaben für zentrale Sozialleistungen in Hilden in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Rechnet man Sozialhilfe, Wohngeld, Pflegehilfe und Unterhaltsvorschuss zusammen, ergibt sich folgende Entwicklung:
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2023: rund 14,3 Millionen Euro
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2024: rund 15,1 Millionen Euro
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2025: rund 16,1 Millionen Euro
Der größte Teil – knapp 90 Prozent – wird vom Land oder Bund erstattet. Allerdings muss die Stadt weiterhin die Personal- und Verwaltungskosten tragen. Und genau hier könnte der eigentliche Kostentreiber liegen.
Quelle: Stadt Hilden
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de
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