
Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres – nach dem 1. April – kündigen die Stadtwerke Hilden eine Senkung der Strom- und Gaspreise ab dem 1. Februar 2026 an.
Auf wie viel Entlastung können sich die Nutzerinnen und Nutzer freuen?
Strom: Netzengelte reduziert
Je nach Tarif und Jahresverbrauch werden die Strom-Kundinnen und -Kunden um bis zu 7 Prozent entlastet, rechnet der lokale Versorger vor: „Durch Zuschüsse der Bundesregierung reduzieren sich die Strom-Netzentgelte der Übertragungsnetzbetreiber im kommenden Jahr.“ Die Stadtwerke Hilden wollen diesen Vorteil nun in vollem Umfang an ihre Kundschaft weitergeben.
Auch eine „geschickte Beschaffungsstrategie“ mache die Preissenkung möglich, heißt es weiter: „Ein Haushalt mit einem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) zahlt im Tarif hildenStromklassik beispielsweise im Jahr rund 87 Euro (brutto) weniger als bisher“.
Erdgas: Arbeitspreis niedriger, aber Grundpreis steigt
Auch Erdgas haben die Stadtwerke Hilden nach eigenen Angaben „vorausschauend“ eingekauft. Außerdem entfällt im neuen Jahr die staatliche Gasspeicherumlage.
Das sind zwei Entlastungsfaktoren, von denen auch die Kundschaft „vollumfänglich“ profitieren soll: „Die Gasspeicherumlage wurde im Oktober 2022 durch die damalige Bundesregierung eingeführt, um die Kosten für das Befüllen von Gasspeichern in Deutschland zu decken. Diese Maßnahme wurde notwendig, um eine Gasmangellage im Krisenjahr 2022 zu verhindern.“
Demnach sinkt der Arbeitspreis in allen Erdgas-Tarifen je nach Tarif und Jahresverbrauch – wie beim Strom – um bis zu 7 Prozent.
Allerdings werde sich der Grundpreis für Erdgas erhöhen. Das sei auf „staatliche Regelungen“ zurück zu führen, schreibt das Unternehmen: „So steigen die Kosten für Emissionszertifikate (CO2-Kosten) zum Jahreswechsel. Zugleich hat die Bundesnetzagentur mit KANU 2.0 (Anpassung von Abschreibungs-modalitäten von Erdgasleitungsinfrastrukturen) eine Festlegung erlassen, die regulatorisch die Transformation der Gasnetze flankiert. Dies führt zu steigenden Netzentgelten ab dem neuen Jahr.“
Dennoch werde die Mehrheit der Gaskundinnen und –kunden„insgesamt eine Entlastung bei den Gaskosten spüren“, so die Berechung: „Ein Haushalt mit einem durchschnittlichen jährlichen Verbrauch von 18.000 Kilowattstunden (kWh) zahlt im Tarif hildenGasklassik beispielsweise im Jahr rund 88 Euro weniger als bisher. Zuvor blieb der Gaspreis fast zwei Jahre lang stabil.“
Bis Mitte Dezember werden alle Kundinnen und Kunden per Post informiert – sozusagen als Weihnachtsbotschaft, sagt Vertriebsleiter Stephan Horn: „Und das in einem sich stetig verändernden Marktumfeld mit vielen Herausforderungen.“
Mit dem Preisanpassungsschreiben werden auch die neuen AGB verschickt. Diese seien auf zahlreiche Gesetzesänderungen in den letzten Jahren zurückzuführen. Das Schreiben an die Sondervertragskunden werde „ein wenig dicker“.
Quelle: Stadtwerke Hilden
bearb.: KA
Foto: Stadtwerke Hilden / Pixabay / Montage: anzeiger24.de
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