Verborgene Depot-Schätze „rausgeholt“: Hilden zeigt Kunst, die sonst keiner sieht

Diese Werke waren fast vergessen – jetzt öffnet das Kulturamt einen Teil der Sammlung für alle Interessierten

Normalerweise ziert das Bild vom „erleuchteten“ Hirschen („Home Sweet Home“) von Günter Kuschmann das Büro des Hildener Bürgermeisters Claus Pommer. Für einige Wochen aber – vom 7. Mai bis 3. Juni 2026 – haben alle Kunstinteressierten die Möglichkeit, den Sieger-Beitrag der Jurierten Jahresausstellung Hildener Künstlerinnen und Künstler von 2014 zu bewundern.

Und zwar zsammen mit zahlreichen anderen größeren und kleineren „Schätzen“ aus der städtischen Kunstsammlung, die eigentlich dem Publikum verborgen bleiben. Für die Ausstellung „Kunst für alle – rausgeholt“ wird nun eine Auswahl in der Städtischen Galerie im Bürgerhaus, Mittelstraße 40, gezeigt.

Nach der Vernissage am Donnerstagabend ab 18.30 Uhr können die Werke dienstags, mittwochs und freitags von 16 bis 18 Uhr, donnerstags (außer an Feiertagen) bis 19 Uhr sowie samstags von 11 bis 15 Uhr bestaunt werden. Der Eintritt ist frei.

 

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Bilder und Skulpturen von lokalen und internationalen Kunstschaffenden

Die Bilder und Skulpturen stammen sowohl von lokalen als auch international bekannten Künstlerinnen und Künstlern, sagt Kulturamtsleiterin Sandra Abend (Foto oben mit einem „goldenen Hasen“ von Ottmar Hörl): „Die Werkschau steht repräsentativ für das vielfältige künstlerische Schaffen in Hilden und weit über die Stadtgrenzen hinaus. Sie ist eine Wertschätzung für die Kreativen.“ Dazu zählen Namen wie Christiane Strzyzewski-Stals, Dominik Hebestreit, Karin Dörre, Werner Reuber, Mehrdad Rashidi oder auch Charles Wilp.

Dabei werden auch ungewöhnliche Arbeiten präsentiert, zum Beispiel einen Kohle-Zeichnungs-Mix von Hans-Joachim Uthke, der normalerweise für seine Radierungen bekannt ist.

Vom Düsseldorfer Fotokünstler Stephan Kaluza sind gleich drei Illustrationen aus seinem berühmten Rheinprojekt „Von der Quelle bis zur Mündung“ zu sehen.

 

Idee von der Bürgeraktion

Die Idee zu der Ausstellung geht auf einen Antrag der Ratsfraktion Bürgeraktion (BA) zurück. Das ist allerdings bereits mehrere Jahre her, sagt der Vorsitzene Ludger Reffgen: „So lange, dass sie zwischenzeitlich fast in Vergessenheit geraten wäre.“

Im vergangenen Jahr hatte der Kulturausschuss noch einmal den Beschluss bekräftigt, „die häufig in städtischen Depots schlummernden Werke ans Licht zu holen“, so Reffgen weiter. „Die Objekte stammen zum Teil aus Schenkungen, vielfach aber auch aus Zeiten, in denen die Stadt mit einem jährlich festen Budget noch Künstlerförderung betrieb und im Zuge von Ausstellungen einzelne Exponate erwarb.“

Über die zweite Werkschau freut sich der Ratsherr daher besonders: „Die Bevölkerung hat einen Anspruch darauf“.

 

Bericht: KA
Foto: anzeiger24.de

 

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