Wenn selbst 1A-Lagen leer stehen

Wachsende Leerstände in der Hildener Innenstadt bereiten Kummer

Die Zahl leerstehender Ladenlokale in der Hildener Innenstadt nimmt sichtbar zu. Wer einen Rundgang durch die City macht, stößt an vielen Stellen auf verwaiste Schaufenster. Besonders auffällig ist dabei nicht nur die Anzahl der Leerstände, sondern auch, wie lange manche Flächen bereits ungenutzt sind.

Ein Rundgang durch die City zeigt das Problem

Startet man am unteren Ende der Mittelstraße, fallen schnell mehrere Leerstände ins Auge. Besonders markant sind zwei Ladenlokale auf der Mittelstraße 52, die bereits seit vielen Jahren ungenutzt sind. Das gesamte Haus verfällt seit einigen Jahren. Nur wenige Schritte weiter, an der Einmündung zur Schulstraße, steht das ehemalige Schuhgeschäft Kaulmann seit einem Jahr leer.

 

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Auch in der Nähe der Sparkasse wird ein kleines Ladenlokal angeboten. In den vergangenen Jahren wechselten dort mehrfach die Mieter. Die verlangte Miete liegt nach Angaben von immoscout24.de bei rund 2.550 Euro kalt für etwa 88 Quadratmeter.

Leerstände auch im Rathaus-Center

Etwas versteckt hinter dem Bürgerhaus liegt das Rathaus-Center. Auch dort sind inzwischen mehrere Flächen frei.

Eine größere Einheit wurde früher von einem 1-Euro-Shop genutzt. Seit der Schließung steht die Fläche leer. Für viele Beobachter stellt sich dabei die Frage: Wenn selbst solche preisorientierten Geschäfte aufgeben, wer kann die Flächen künftig noch wirtschaftlich betreiben?

Große Fläche seit Jahren ohne Nachfolger

Ein weiteres Problem für eine Neuvermietung scheint ein Ladenlokal an der Mittelstraße, also in bester Lage, zu sein, in dem früher das Dekorationsgeschäft „DEPOT“ untergebracht war. Die Fläche von 450 qm steht ebenfalls bereits seit rund einem Jahr leer.

Damals zeigte sich die Wirtschaftsförderung der Stadt noch optimistisch, dass die Fläche innerhalb weniger Monate wieder vermietet würde. Heute zeigt sich: Diese Hoffnung hat sich bislang nicht erfüllt.

So viele Leerstände gab es lange nicht

Viele Bürger nehmen die Situation inzwischen deutlich wahr. Eine solche Häufung leerstehender Geschäfte habe es in Hilden seit langer Zeit nicht gegeben, heißt es aus verschiedenen Gesprächen in der Innenstadt.

Auffällig ist vor allem, dass manche Ladenlokale über sehr lange Zeiträume hinweg leer bleiben. Früher wurden freie Flächen meist schon „unter der Hand“ nahtlos weitervermietet.

Onlinehandel – oder doch ein Mietproblem?

Als Hauptgrund für den Strukturwandel im Einzelhandel gilt häufig der Onlinehandel. Immer mehr Kunden bestellen Waren im Internet, anstatt in der Innenstadt einzukaufen. Doch manche Experten sehen weitere Faktoren: die Höhe der Gewerbemieten und ungünstige Zuschnitte von Shopflächen.

Damit stellt sich die Frage, ob Vermieter nicht gut beraten wären, flexiblere Mietmodelle anzubieten. Und inwieweit es möglich ist, bestehende Flächen durch Umbau an die aktuellen Bedarfe anzupassen.

Denn wirtschaftlich gilt auch für Eigentümer:
Eine dauerhaft etwas geringere Miete kann unter Umständen sinnvoller sein als ein Ladenlokal, das über Jahre hinweg leer steht.

Quelle: Stadt Hilden
Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de

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