Kantorin Haverkamp verabschiedet sich in den Ruhestand

36 Jahre festliche Stimmung in den Gottesdiensten

Am 1. Januar 1986 trat Dorothea Haverkamp ihre Stelle als Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde Hilden an – und am 6. Juni 2022 verabschiedet sie sich in den Ruhestand. Die Pfarrerinnen Esther Pippig und Sara Schäfer sprachen mit ihr über die vergangenen 36 Jahre und ihre Zukunfts-Pläne:

 

Kirchenmusik in Hilden im Wandel der Zeit

„Ich hatte damals viele Vorstellungen, was ich gerne mal aufführen würde – und ich habe alles geschafft!“, so das Fazit von Dorothea Haverkamp über ihre Zeit in Hilden.

Frisch von der Uni ist sie damals gestartet, voller Motivation. Damals hatte die Gemeinde noch vier Kirchen und vier hauptamtliche Kirchenmusiker. „Es hat sich schon viel verändert in dieser Zeit. Aber 36 Jahre sind auch eine lange Zeit“, sagt sie.

 

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Vieles hat sie in dieser Zeit mit der Gemeinde erlebt, jedes Jahr ein Oratorium und ein A-Capella-Konzert aufgeführt – neben unzähligen Auftritten in Gottesdiensten mit der Kantorei und verschiedenen Projektchören. „Ich mag das so, mit allen zusammen Musik zu machen,“ sagt Dorothea Haverkamp.

Mit Stolz erzählt sie, dass sie sowohl die alten Schätze als auch neue Musik ausprobiert hat, zugleich aber auch dankbar ist für die Möglichkeiten dies in der Kirchengemeinde tun zu können.

 

3. Platz bei Chor-Wettbewerb, Europa-Reisen und viele Musik-Projekte

Unvergessen die Teilnahme am Vorentscheid Nordrhein-Westfalen für den deutschen Chor-Wettbewerb, bei dem die Kantorei als einziger Kirchenchor NRWs teilnahm und den 3. Platz belegte. „Das war schon doll“, lautet das Resümee der Chorleiterin.

 

Die Musik hat sie und die Kantorei auch immer wieder zu Konzertreisen durch Europa geführt, unter anderem in die Schweiz, Newcastle und Nove Mesto.

 

Konfi-Projekte wie „Konfis machen Musik“ fanden immer großen Anklang. Auch die Projekte mit den weiterführenden Schulen waren etwas Besonderes für alle Musizierenden.

„Musik macht viel Atmosphäre bei einem Gottesdienst aus“, stellt Dorothea Haverkamp fest. „Gerade die festlichen Klassiker wie ‚Großer Gott, wir loben dich’ werden nicht umsonst immer wieder gewünscht, die sorgen einfach für eine festliche Stimmung.“

 

Frohe Botschaft zu Weihnachten: Kirche lädt ein

„Durch Corona ist leider viel eingeschlafen und vieles noch nicht wieder so richtig da“, stellt sie nüchtern fest. Die Kantorei probt schon seit einiger Zeit wieder und hat z.B. an Heiligabend die Open Air-Gottesdienste in der Fußgängerzone mitgestaltet, deren Mitinitiatorin Dorothea Haverkamp war.

Zusammen mit Pfarrerin Esther Pippig brachte sie so die frohe Botschaft von Weihnachten auch zu den Menschen, die noch durch die Fußgängerzone liefen oder sich im Pub auf die Feiertage einstimmten – und begeistert waren, wie einladend Kirche ist.

 

Wandern ohne Sonntags-Dienst

„Die Chorleitung werde ich sehr vermissen“, sagt Dorothea Haverkamp. „Aber ich freue mich jetzt aufs Wandern, auf Trekkingtouren durch Europa. Darauf, meine Touren nicht mehr mit meinen sonntäglichen Diensten abstimmen zu müssen.“

Auch Konzerte möchte sie besuchen und privat weiter musizieren. Mehr Zeit für die Familie zu haben, „das ist schön“.

 

Quelle: Evangelische Kirchengemeinde Hilden/T. Haas

Foto: O. Staschik

 


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