Stadtrat beschließt: Schüler-DeutschlandTicket nach einem Jahr wieder abgeschafft

Rückkehr zum Schokoticket wegen unsicherer Konditionen

Es war kein leichter Prozess vor einem Jahr, als es um die Einführung eines DeutschlandTickets für Schülerinnen und Schüler in Hilden ging. Komplizierte Verhandlungen mit der Rheinbahn und einen hohen finanziellen und bürokratischen Aufwand musste die Verwaltung dafür betreiben.

Das alles hat sich jetzt für das neue Schuljahr 2024/25 erübrigt. Denn der Stadtrat hat am 26. Juni 2024 beschlossen, dass das Rathaus mit der Rheinbahn keinen Ergänzungsvertrag abschließen, sondern stattdessen zum SchokoTicket zurückkehrt.

Warum die Kehrtwende?

Es zeichnet sich ab, dass der Preis für das DeutschlandTicket nicht mehr allzu lange gehalten werden kann, erklärt die Verwaltung. Bereits ab 2025 könnte es teurer werden – und damit auch das Schüler-Ticket.

 

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„Der Betrag ist noch nicht bekannt“, schreibt das Rathaus in seiner Stellungnahme. „Die Aufwendungen für die Verwaltung steigen in direkter Abhängigkeit von diesem Betrag. Aktuell ist auch die Preisentwicklung des DeutschlandTickets in den Folgejahren nicht abzusehen. Nicht freifahrtberechtigte Schülerinnen und Schüler erhalten das DeutschlandTicket dann nicht zu einem Festpreis (z. Zt. 29 Euro) sondern zu einem um 20 Euro rabattierten Preis.“

 

Wegen der unklaren Finanzierungs-Konditionen (Dezernent Sönke Eichner: „Das ist wie wenn ich ein Auto kaufen möchte, und der Verkäufer sagt mir erst in sechs Wochen, was es kostet„) und der Deadline zur Zu- oder Absage (am 27. Juni 2024) haben sich nun also Verwaltung und die politische Mehrheit (SPD-, CDU- und AfD-Fraktion) deshalb auf das alte System verständigt.

 

Bericht: Achim Kaemmerer
Fotos/Montage: Archiv anzeiger24.de / kristine/Pixabay

 


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